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1968 und die Folgen: Frauen in Ost und West

Donnerstag, 20. September 2018 - 17:00
Augustinum
Eintrittspreis: 0.00€
Vortrag von Dr. Anna Kaminsky
 
Frauen in der DDR wurden und werden oft dargestellt wie „siebenarmige Göttinnen“, die es spielend schafften, Berufstätigkeit, Mutterschaft und Emanzipation unter einen Hut zu bringen und bei alldem fröhlich durchs Leben zu gehen. Frauen in der DDR standen in der Tat viele Möglichkeiten offen – und dies so die offizielle Lesart, weil der Staat DDR „vorbildlich für seine Frauen“ sorgte. In der Realität jedoch waren viele Frauen in der DDR zwischen all ihren Rollen zerrissen, wie Maxie Wander in ihrem Buch „Guten Morgen, Du Schöne“ darstellte. Gleichberechtigung à la DDR hatte einen hohen Preis und bedeutete für viele Frauen eine große Doppelbelastung, die auch als die „zweite Schicht“ bezeichnet wurde.
 
In ihrem Vortrag wagt Dr. Anna Kaminsky einen Blick auf die Situation von Frauen in der DDR, der das politische, berufliche und private Leben einschließt und auch den Blick auf Frauen in der damaligen Bundesrepublik nicht ausklammert.
 
Dr. Anna Kaminsky ist seit 2001 Geschäftsführerin der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. 2016 veröffentlichte sie ein Buch über die „Frauen in der DDR“ und seit 2018 ist sie Mitglied im internationalen Beirat zur Einrichtung eines Museums und Forschungszentrums für die Verbrechen des Kommunismus in Tallinn, Estland.
 
Nach dem Vortrag bietet die Buchhandlung am Eichendorffplatz „Frauen in der DDR“ und weitere Bücher zu dieser Thematik an. Am Büchertisch wird Dr. Anna Kaminsky außerdem zum Gespräch zur Verfügung stehen.