Die Heidelberger Sinfoniker waren wie jedes Jahr zu Gast im Bürgersaal auf dem Emmertsgrund bei der Öffentlichen Generalprobe ihres Neujahrskonzerts 2026 – und der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt.
Schon auf dem Weg ins Bürgerhaus stieß man auf Besucher, die warnten: „Die lassen keinen mehr rein!“ Die Veranstaltung musste wegen Überfüllung vor Beginn geschlossen werden – kein Wunder, denn das kostenlose Konzert ist längst ein Geheimtipp in der Stadt. Möglich machen es das städtische Kulturamt, der Kulturkreis Emmertsgrund-Boxberg und der Stadtteilverein Emmertsgrund, der im Anschluss traditionell zum Sektumtrunk einlädt.
Moderatorin Jutta Werbelow kündigte einen „leidenschaftlichen Silvesternachmittag“ an: Von Gluck bis Puccini stand „La Passione“ im Mittelpunkt, ein „Grundbedürfnis der Heidelberger Sinfoniker“. Mit Humor und Fachkenntnis führte Werbelow durch die Musik, die von Mozarts „Don Giovanni“ über Salieris „La Passione“ bis zu Bizets „Carmen“ und Strauß’ Walzer „Rosen aus dem Süden“ reichte.
Besonders nah dran waren die Zuschauer in den ersten Reihen – etwa beim Auftritt des jungen Schweizer Tenors Luca Gotti oder beim Dirigenten Sebastian Tewinkel, der eine kurze Probe einbaute und so die Musik lebendig machte. Als Zugabe durften die Gäste wählen: „Tschingerassabum“ oder etwas Besinnliches? Sie erhielten beides – den „Radetzky-Marsch“ und einen Part aus Mascagnis „Cavalleria rusticana“. „So friedlich und schön wie diese Musik möge das neue Jahr werden“, wünschte Tewinkel zum Abschluss.
Angelehnt an den Text in der Embox:

