Darf man jetzt (nicht) klatschen?
Dr. Barbara und Rainer Gilsdorf erläutern Gehöriges und Ungehöriges im Theater- und Konzertsaal
Wer heutzutage in einem klassischen Konzert zwischen den Sätzen einer Sinfonie applaudiert, erntet nicht selten böse Blicke. In einem Jazzkonzert dagegen ist es üblich, mitten im Stück zu applaudieren, beispielsweise nach einem besonderen Solo. Wie entwickelten sich diese Konventionen rund um Applaus, Zwischenrufe und stilles Zuhören? Welche „Benimmregeln“ gab es beim höfischen Konzertpublikum im 18. Jahrhundert und wie veränderten sie sich bis zu den heutigen Formen?
In ihrem gemeinsamen Vortrag beantworten Dr. Barbara Gilsdorf und Rainer Gilsdorf diese und andere Fragen, erläutern die kulturhistorischen Entwicklungen und geben praktische Beispiele aus dem Musik -und Theaterbetrieb. Außerdem beinhaltet der Vortrag einen Exkurs zum „Instrument des Jahres 2025“ – der menschlichen Stimme – und der musikgeschichtlichen Entwicklung über Belcanto und Kastraten bis zu den modernen Countertenören.
Dr. Barbara Gilsdorf war als Opernchorsängerin in Essen, Ludwigshafen und Heidelberg aktiv und ist Leiterin des Amtes für Kultur, Tourismus und Städtepartnerschaft der Stadt Schwetzingen. Rainer Gilsdorf trat als Opernsänger in verschiedenen Konzertsälen (Frankfurt/Main, Windhoek, St. Petersburg u.a.) auf und betreibt seit 2009 eine Logopädie-Praxis in der Nachbarschaft des Augustinum Heidelberg (Forum 5).
Hinweis: Da diese Veranstaltung im Vortragssaal des Augustinum stattfindet, sind die Plätze begrenzt. Der Einlass beginnt eine halbe Stunde vor Vortagsbeginn.
Eintritt frei