„Kommt dir manchmal in den Sinn“
Konzert des Heidelberger Motettenchors
am Klavier: Kyeyoung Lim
Leitung: Hans Jochen Braunstein
Im Zentrum dieses Konzertes stehen die „Zigeunerlieder“ op. 103 von Johannes Brahms – der Titel dieses Werkes erfordert eine bewusste und aktuelle Einordnung: Mit dem heute als diskriminierend einzuordnenden Begriff der „Zigeuner“ verband man am Ende des 19. Jahrhunderts eine weit verbreitete Faszination und Sehnsucht des Bürgertums nach Freiheit, Leidenschaft und Natur. Aufgrund einer enthusiastischen, nationalen Strömung wurde „Zigeunermusik“ oft fälschlich mit ungarischer Volksmusik gleichgesetzt. Aus Respekt vor den Lebensrealitäten der Sinti und Roma ist eine deutliche Distanzierung von diesen stereotypischen Klischees angebracht. Gleichzeitig darf sich das Publikum weiterhin von der Leidenschaft dieser Musik mitreißen lassen. Dazu lädt der Heidelberger Motettenchor ein.
Neben Brahms‘ „Zigeunerliedern“ stehen A-cappella-Werke von Hugo Distler (1908 – 1942) und Morten Johannes Lauridsen (geb. 1943) auf dem Konzertprogramm.
Der Heidelberger Motettenchor ist seit 1985 ein fester Bestandteil des Heidelberger Musiklebens und machte sich zunächst als großer Oratorienchor einen Namen. 1998 übernahm Hans Jochen Braunstein den Chor und formte daraus einen Kammerchor mit einem historisch und stilistisch diversifizierten Repertoire. Die hohe Qualität des Heidelberger Motettenchors wurde mehrfach von der Presse bescheinigt. So schrieb beispielsweise die Rhein-Neckar-Zeitung: „Braunstein liebt hochanspruchsvolle Chorwerke, an die sich kaum ein Amateurchor heranwagt. Mit dem Heidelberger Motettenchor hat er eine Formation beisammen, die solche Raritäten trefflich singen kann.“
Anstelle eines Eintritts freut sich der Heidelberger Motettenchor über freiwillige Kostenbeiträge
Bildverweis: Heidelberger Motettenchor